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| Title: Der ungeliebte Bruder. Der Herrenbruder Jakobus im Johannesevangelium Secondary Title: ZThK Volume: 89 Pages: 377-403 Type: Journal Article Year: 1992 Abstract: "Untersuchung der Texte Joh 7,2-10; 2,12; 19,25-27: Was veranlaßt Johannes zu der beobachtenden Aversion gegen Jakobus? Aus Gal 2,1-10 ergibt sich, wie wichtig Jakobus die Verbindung zu den nicht-jüdischen Christen nimmt, unter gleichzeitiger Wahrung der Beziehung der Judenchristen zur Synagoge, die ihre Aufgabe in der Bezeugung der Messianität Jesu in den Versammlungen Israels sahen (vgl. das Jakobus-Bild des Hegesipp). Die johanneische Gemeinde, obgleich ebenfalls Judenchristen, bezog dagegen scharfe Opposition gegen die Synagoge (die Antwort auf den erfolgten Ausschluß der Christen). Das Modell des Jakobus ist darum nach johanneischem Urteil verfehlt. Jakobus unter dem Kreuz ist ungeeignet, "die Verantwortung für die zu tragen, die bei dem von der Synagoge Verworfenenen aushalten und die unter dem gleichen Haß der Welt stehen wie der Gekreuzigte ... Johannes ... läßt Jesus die Verfügung treffen, mit der der ungeliebte Brudeer durch den geliebten Jünger, die Leitfigur der johanneischen Gemeinde ersetzt wird". Auf der Ebene der Geschichte scheitert das Konzept des Jakobus. Im Joh.-Ev. haben sich die Fronten verhärtet. Wir aber würden gut daran tun, "mindestens im Blick auf das frühe Christentum christliche Existenz in der Synagoge als eine legitime Möglichkeit zu bedenken"". Keywords: New Testament / Early Christianity |
