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| Title: Militant and Peaceful Proselytism and Christian Mission Secondary Title: Early Christianity and Hellenistic Judaism Pages: 45-69 Type: Book Section Year: 1996 Abstract: Wehnert, Jürgen in: ThLZ 122.4 (1998), 377-378: "Der Aufsatz (bisher unveröffentlicht) will in Auseinandersetzung mit Scot McKnight, der eine antik-jüdische Missionsbewegung in Frage gestellt hat (A light Among the Gentiles, Minneapolis 1991), zeigen, daß es militante und friedliche Formen von jüdischem Proselytismus gegeben habe sowie eine Mischform, die vom Christentum übernommen worden sei. (46). Die Beweisführung ist freilich sehr verwirrend, da unklar bleibt, ob es B. um das historische Phänomen jüdischer bzw. christlicher Mission geht oder um die Beschreibung eines nur theoretischen Konzeptes: Argumentiert wird unterschiedslos mit literarischen Fiktionen (Judith, Esther), geschichtlichen Belegen (Josephus) und eschatologischen Herrschaftsphantasien (u.a. Philo, Paulus). Die auf diesem Wege gewonnenen Resultat sind einerseits recht banal (daß Proselytismus bzw. Mission für die Bekehrten religiöse, ethische und soziale Konsequenzen hat, gilt wohl für jede Form von Religionswechsel) und andererseits zu schematisch, um den historischen Phänomenen gerecht zu werden. Wenn B. christliche Mission von jüdischem Proselytismus dadurch unterscheidet, daß sie die Bekehrten ohne Beschneidung zu Mitgliedern eines multinationalen Volkes mache (69 und passim), ignoriert dies die Existenz eines judenschristlichen Bekehrungsbewegung (Gal 2,7-9!), für die Throagehorsam einschließlich Beschneidung selbstverständlich war. Hier rächt sich B.s Verzicht auf die Unterscheidung zwischen palästinischem und hellenistischem Christentum". |
