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Title: Hellenistische Diaspora-Juden an der Wiege des Urchristentums
Author: Walter, Nikolaus
Pages: 37-58
Type: Generic
Year: 1995
Abstract: "Die Entstehung des Urchristentumes aus dem Judentum heraus (also mit der Tendenz zum Exodus aus dem Judentum) wäre ohne den Beitrag hellenistischer Juden geschichtlich nicht verständlich. Zumindest einige der Diaspora-Juden (Aristobulos, Philon u.a.) sahen die von Gott, dem Schöpfer der ganzen Welt , gegebene Tora als für alle Menschen geltend bzw. gelten sollend an. Diese Sicht beherrscht den Kreis, der sich zunächst um Stephanus scharte; spätestens seit dem Hinzukommen anderer hellenistischer Juden aus Zypern und Kyrene (Apg 11,20) resultiert daraus die Heidenmission. Es muß aber bedacht werden, daß das Diaspora-Judentum nicht mit einer Stimme spricht; der Grad von ""Hellenisierung"" reicht von grundsätzlicher Polemik gegen die heidnische Umwelt bis hin zu positiver Adaption mancher Elemente hellenistischer Kultur, insbesondere der Philosophie. Die Septuaginta selbst ist noch nicht (im engeren Sinne) ""hellenisiert"", aber sie ist als Voraussetzung für den dahin tendierenden Prozeß entscheidend wichtig. So ist die von Eusebius geprägte Wendung von der ""Preparatio evangelica"" auf das hellenistische Judentum durchaus anwendbar."
Keywords: Hellenism, Hellenistic Judaism, Philo