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| Title: Josephus. The Historian and His Society Secondary Title: Classical life and letters Type: Generic Year: 1983 Abstract: "Josephus, der Zeitgenosse und Geschichtsschreiber des Großen Jüdischen Aufstandes (66-70/73 n. chr.), war und ist als ""Politiker"" wie als Historiker in gleicher Weise umstritten. die Vf.in hat ihm in ihrem ausgezeichneten Buch Gerechtigkeit widerfahren lassen, indem sie ihn kenntnisreich und mit großem Einfühlungsvermögen in den historischen Zusammenhang seiner Zeit, seines Volkes und seiner Klasse stellt. Die Vf.in legt dar, daß J. als Angehöriger der priesterlichen Aristokratie seinem (pharisäischen) Judentum nie untreu wurde und zugleich von der Notwendigkeit und der Möglichkeit überzeugt blieb, mit Rom und der hellenistisch geprägten Umwelt in guten Beziehungen zu leben. diese Position mit Aussicht auf Erfolg zu vertreten, war jedoch durch den Aufstand gegen Rom, der, wie die Vf.in mit Recht betont, im Inneren Züge einer gegen die alt4e Elite Judäas gerichteten Revolution trug, praktisch unmöglich geworden. Aber jene ""Revolution"" hatte mit einer Katastrophe des jüdischen Volkes geendet, und so sah sich Josephus in seinen politischen Überzeugungen durch diesen Ausgang bestätigt. Von daher wird es begreiflich, daß er in seinen Werken mit den Zeloten aller Schattierungen abrechnete und ihnen die Hauptschuld an der Katastrophe zuschrieb. Es gelingt der Vf.in, deutlich zu machen, bis zu welchem Grad J.' problematische Rolle während des Aufstandes und die literarische Bewältigung des traumatischen Geschehens das Scheitern der alten Elite widerspiegelt. Mit großer Behutsamkeit werden Ausmaß und Grenzen der proflavischen und prorömischen Tendenzen seines Werkes bestimmt. Demnach erscheint es verfehlt, in diesen (zweifellos vorhanden) Zügen Mitte und Absicht des Bellum Judaicum zu erblicken. Der Vf.in stimme ich auch darin zu, daß aus der Darstellung des J. ein angemesseneres Bild des Aufstandes (der zugleich ein Bürgerkrieg war) gewonnen werden kann, als wenn er als Ausbruch des religiösen Messianismus gedeutet wird. Was die politischen Zielsetzungen der zelotischen Gruppierungen anbelangt, die in der Vorgeschichte des Aufstandes wie bei seiner Radikalisierung eine wichtige Rolle spielten, so bleiben freilich viele Fragen offen. Wenn sie, wie die Vf.in auf s. 142 f. unterstellt, sich unter Beachtung der Zeitumstände eine Chance ausrechneten, die römische Herrschaft und die alte, kompromittierte jüdische Elite beseitigen zu können, so stellt das ihrem politischen (und militärischen) Urteilsvermögen kein gutes Zeugnis aus. Alles in allem ein schönes Buch über einen wichtigen Gegenstand. Es stellt nach meinem urteilen einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis nicht nur des ""Politikers"" und Historikers Josephus, sonder auch zur Geschichte des jüdischen Volkes in der Zeit des Großen Aufstandes dar. - Klaus Bringmann // Rajak, lecturer in classics at the University of Reading (UK), presents a reinterpretation of Josephus' history and of the war that he described. After a ten-page introduction, she discusses Josephus's' family and his education and formation, the Greek language in Josephus' Jerusalem, his account of the breakdown of consensus, his interpretation of the Jewish Revolt, the structure of the revolt, Josephus and the civil war in Galilee, Josephus as an Aramaic writer, and Flavian patronage and Jewish patriotism. Also included are an epilogue on the later Josephus, and appendixes on Josephus' native language, the ""assistant theory"" of composition, and the dating of Antiquities and Life." Keywords: Examination of the Complete work, Jos as historian |
