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| Title: Griechische Agone und römische Spiele unter der Regierung des jüdischen Königs Agrippa I Secondary Title: Kölner Beiträge zur Sportwissenschaft Volume: 10/11 Pages: 199-237 Type: Journal Article Year: 1981/1982 Abstract: "I. Leben und Regierung Agrippa I. - II. Agrippa - König zwischen Rom und Jerusalem. - III. Agone und Spiele unter Agrippa I.: 1. Der Pharisäer Simon unk die Spiele von Caesarea. 2. Die Spiele von Berytos. 3. Neue Kaiserspiele in Caesarea und Agrippas Tod. - IV. Zusammenfassung".
"Der jüdische König Agrippa I. (41-44 n. Chr.) hat wie Herodes der Große und die anderen Vasallenfürsten der herodianischen Familie die Oberhoheit Roms bedingungslos anerkannt und seine Loyalität gegenüber dem Kaiser durch Veranstaltung bzw. Förderung von Festen mit griechischen Wettkämpfen und römischen Spielen zum Ausdruck gebracht. Obwohl er damit in gleicher Weise wie sein Großvater gegen fundamental ethische Gebote und religiöse Gesetzte seines Volkes verstieß, regte sich bei seinen Untertanen kaum Widerstand, wenn man von kleineren radikalen Gruppen einmal absieht. Die Gründe dafür liegen in den veränderten politischen Rahmenbedingungen sowie in seinem mutigen und erfolgreichen Eintreten für die Rechte der bedrängten Juden in Palästina und in der Diaspora bei den Kaiser Gaius und Claudius. Im Gegensatz zu einem Großvater, die althellenische Kultur bewunderte, orientierte sich Agrippa, der in Rom aufgewachsen war und dort den größten Teil seines Lebens verbracht hatte, weitgehend an römischen Vorbildern. Daher wählte er neben Caesarea die außerhalb seines Herrschaftsbereiches gelegene römische Kolonie Berytus zum bevorzugten Schauplatz seiner Unternehmungen. Dabei ist deutlich zu beobachten, daß die Romanisierung des Festwesen fortschreitet: Gladiatoren treten an die Stelle von Athleten, musische Wettkämpfe weichen professionellen Darbietungen der Bühnenkunst von reinem Unterhaltungscharakter". Keywords: Cultural and Religious History of Ancient Judaism |
